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Lieferanten: Bodenüberwachungsradar
Hersteller und Systemintegrator von einsetzbaren Systemen für militärische, staatliche und Sicherheitsanwendungen
Radar neu erfunden: Radargeräte für Counter-UAS, Basis- und Anlagensicherheit sowie tragbare ISR
Bodenüberwachungsradare (GSR)
Militärische Bodenüberwachungsradare (GSR) erkennen und verfolgen landgestützte Ziele wie Personen und Fahrzeuge. Sie werden in erster Linie von Landstreitkräften am Boden eingesetzt, um Gebiete zu sichern. Diese Radare können zum Schutz fester Standorte wie Luftwaffenstützpunkte, Logistikdepots oder Hauptquartiere beitragen.
Erkennung von „niedrig fliegenden und langsamen“ Zielen
Es können mehrere Radargeräte eingesetzt und miteinander vernetzt werden, um große Gebiete abzudecken. Heutige GSRs sind zudem in der Lage, „niedrig und langsam“ fliegende Luftziele wie UAVs (unbemannte Luftfahrzeuge) und Hubschrauber zu erkennen und zu verfolgen. Die Flughöhen, in denen solche Fluggeräte fliegen, können sie direkt in das Sichtfeld des Radars bringen.
Wenn mehrere Bodenüberwachungsradare vernetzt werden, um weite Gebiete abzudecken, kann es schnell zu überlappenden Erfassungen und doppelten Flugspuren kommen. Die Multi-Track-Fusionssoftware korreliert Spurdaten von mehreren Sensoren, um ein einziges, konsistentes Spurbild zu erzeugen, wodurch Störsignale reduziert und die Kontinuität bei langsamen, schwer erkennbaren oder manövrierenden Zielen verbessert wird.
Vorteile & Leistung
Bodenüberwachungsradare (GSRs) bieten gegenüber anderen Überwachungsformen mehrere Vorteile. Sie können Tag und Nacht eingesetzt werden und werden im Gegensatz zu optronischen Systemen und menschlichen Beobachtern nicht durch schlechtes Wetter oder Sichtbehinderungen wie Rauch beeinträchtigt. GSRs können stunden- oder tagelang unbeaufsichtigt betrieben werden, da das Radar im Gegensatz zu menschlichen Beobachtern nicht ermüdet.
Kurzstreckenerkennung
Bodengebundene Überwachungsradare werden in erster Linie zur Kurzstreckenerkennung eingesetzt. Dies liegt daran, dass die Erfassungsreichweite des Radars von der Höhe seiner Antenne beeinflusst wird. Ähnlich wie beim menschlichen oder optronischen Sehen ist die Entfernung, die das Radar „sehen“ kann, direkt proportional zur Höhe. Beispielsweise könnte ein GSR mit einer drei Meter hohen Antenne ein Ziel in einer Entfernung von sieben Kilometern erkennen. Dies kann jedoch von der Größe des Ziels abhängen. So wäre ein solches Radar beispielsweise in der Lage, einen Lkw in dieser Entfernung zu erkennen, hätte jedoch Schwierigkeiten, einen Menschen zu erkennen, da dieser vergleichsweise klein ist.
Zukünftige Entwicklungen & kognitives Radar
Eine weitere Herausforderung für Bodenüberwachungsradare ist der Umgang mit Störsignalen und Fehlalarmen. Bodenüberwachungsradare müssen unter Umständen mit Gebäuden und Vegetation zurechtkommen. Diese können tatsächliche Ziele aus der Sichtlinie des Radars verdecken. Ebenso können Nutztiere oder große Tiere Fehlalarme auslösen, wenn ein Bodenüberwachungsradar sie fälschlicherweise als Menschen klassifiziert.
So wie sich Radarsysteme immer weiter verfeinert haben, hat sich auch die Software zur Radarsignalverarbeitung weiterentwickelt, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Heutige Bodenüberwachungsradare verwenden ausgefeilte Algorithmen, die Störsignale oder Fehlalarme mit einer Genauigkeit von weit über 90 Prozent erkennen und ausblenden. Dieser Grad an Ausgereiftheit wird in Zukunft wahrscheinlich noch zunehmen, da kognitive Radartechniken in den Vordergrund rücken. Diese beinhalten Ansätze der Künstlichen Intelligenz (KI) und des maschinellen Lernens (ML).
Durch den Einsatz von KI und ML kann die Software eines Radars aus den Umgebungen und Szenarien, in denen es eingesetzt wird, „lernen“. So kann das Radar beispielsweise Informationen über die Radarsignaturen von Bäumen und Vieh sammeln, wenn es im Einsatz ist. Im Laufe der Zeit nutzt das Radar diese Informationen, um diese Radarsignaturen zu erkennen und die damit verbundenen Ziele auszublenden. Mit der Verbesserung der KI- und ML-Techniken wird auch die Leistungsfähigkeit dieser Radare zunehmen.
Hintergrundinformationen zum Doppler-Radar
Bodenüberwachungsradare wurden erstmals von der US-Armee während des Vietnamkriegs zwischen 1965 und 1975 eingesetzt. Die Streitkräfte setzten ihre AN/PPS-4/5-Radare ein. Diese schützten Einrichtungen wie Feuerunterstützungsbasen. Nach heutigen Maßstäben waren diese Systeme einfach aufgebaut. Sie nutzten den Doppler-Effekt, um ein sich bewegendes Ziel zu erkennen und zu verfolgen. Der Doppler-Effekt tritt auf, wenn es eine leichte Frequenzverschiebung zwischen einem ausgesendeten Radarsignal und demselben Signal gibt, das vom Ziel reflektiert wird. Eine fortschreitende Erhöhung der Frequenz des zurückgesendeten Signals deutet darauf hin, dass sich das Ziel auf das Radar zubewegt, und umgekehrt. Heute gehören GSRs zur Standardausrüstung von Streitkräften auf der ganzen Welt und werden vor allem von Landstreitkräften eingesetzt.






