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Lieferanten: Luftradar
Radar neu erfunden: Radargeräte für Counter-UAS, Basis- und Anlagensicherheit sowie tragbare ISR
Militärisches Bordradar
Bordradar ist eine unverzichtbare Technologie für Kampfflugzeuge. Es ermöglicht die Erkennung, Verfolgung und Bekämpfung von Zielen in der Luft und am Boden. Die Radarsysteme von Kampfflugzeugen sind seit ihrem ersten Einsatz in Militärflugzeugen während des Zweiten Weltkriegs immer ausgefeilter geworden.
Kampfflugzeug-Radar
Das Ende des Zweiten Weltkriegs und der darauf folgende Kalte Krieg beschleunigten die Entwicklung taktischer Flugzeugradare erheblich. Das Aufkommen von Hochgeschwindigkeits-Düsenflugzeugen und Raketen machte es besonders wichtig, dass Kampfflugzeuge feindliche Flugzeuge so schnell wie möglich erkennen und angreifen konnten. Dies führte dazu, dass Gefechte auf deutlich größeren Entfernungen ausgetragen wurden, die die Fähigkeiten des menschlichen Auges überstiegen. Angriffsplattformen wie Bomber und Bodenangriffsflugzeuge wurden mit immer präziseren Luft-Boden-Radaren ausgestattet. Diese stellten einzelne Ziele wie gepanzerte Fahrzeuge und Kriegsschiffe in scharfen Details dar, was die Genauigkeit erheblich verbesserte.
Während und seit dem Zweiten Weltkrieg waren alle Radarsysteme für Kampfflugzeuge Varianten eines gemeinsamen Designs. Die Signale der Bordradare wurden über eine in der Flugzeugnase montierte Antenne gesendet und empfangen. Frühe militärische Flugzeugradarkonstruktionen verwendeten feste Antennen, ähnlich wie Fernsehantennen, die an der Flugzeugnase befestigt waren. Bomberradare wurden in großen Radarkuppeln am Rumpfunterbau des Flugzeugs montiert.
In den Jahren nach dem Krieg verbesserte sich die Konstruktionsausgereiftheit. Diese Antennen wurden durch schalenförmige Antennen ersetzt, die im Inneren der Flugzeugnase montiert waren. Diese konnten physisch bewegt werden, um in eine bestimmte Richtung zu zeigen. So konnten sie beispielsweise nach oben, nach vorne oder zur Seite der Nase ausgerichtet werden, um Luftziele zu erkennen und zu verfolgen. Sie konnten auch auf die Erdoberfläche gerichtet werden, um dort Ziele zu erkennen und zu verfolgen. Wichtig ist, dass Radarsysteme über Funk mit Luft-Luft- oder Luft-Boden-Raketen verbunden sind. Dadurch können Aktualisierungen der vom Radar erfassten Zielposition an die Raketen gesendet werden, während diese auf ihre Ziele zusteuern.
Da Luftradare zunehmend als Teil größerer Sensornetzwerke betrieben werden, können Spurdaten mit anderen Radarquellen und ergänzenden Sensoren kombiniert werden, um in komplexen Gefechtsräumen ein kohärentes Bild zu erhalten. Multi-Track-Fusionssoftware
korreliert und dedupliziert Zielspuren aus mehreren Eingaben, verbessert die Kontinuität bei manövrierenden Zielen und unterstützt ein einheitliches, konsistentes Lagebild für Überwachungs-, Zielerfassungs- und Führungs- und Kontroll-Workflows.
AESA-Radare
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RDR-7000 Luftfahrt-Wetterradarsystem von Honeywell[/caption]
In den 1990er Jahren gelang mit der Einführung der AESA-Radartechnologie (Active Electronically Scanned Array) ein bedeutender Fortschritt bei der Entwicklung taktischer Bordradare. AESA-Radare können die Richtung ihrer Strahlen verändern, ohne die Position der Antenne physisch zu verschieben. Dies beschleunigt die Geschwindigkeit, mit der ein Radar ein Ziel erkennen und verfolgen kann. AESA-Radare erzeugen zudem eine Vielzahl einzelner Radarstrahlen. Das bedeutet, dass mehrere Strahlen Luftziele erkennen und verfolgen können, während andere Bodenziele erkennen und verfolgen. Auf diese Weise kann das Radar mehrere Aufgaben gleichzeitig ausführen und so die Arbeitsbelastung des Piloten verringern.
Luftgestützte Radarantennen
In Zukunft könnten Radarantennen nicht mehr nur in der Nase, sondern auch an den Tragflächen und am Rumpf von Militärflugzeugen angebracht werden. Solche Radare werden in der Lage sein, Ziele zu erkennen und zu verfolgen, die ein in der Nase montiertes Radar schlichtweg nicht sehen könnte. Dies liegt daran, dass Radare in der Regel nur Ziele in ihrer Sichtlinie erkennen und verfolgen können. Diese Mehrantennenradare werden die Anzahl der Luft- und Bodenziele erhöhen, die ein Luftkampfradar erkennen und verfolgen kann. Konstruktionen wie diese werden dazu beitragen, die Kampfleistung des Flugzeugs zu verbessern und gleichzeitig seinen Schutz zu erhöhen.
Hintergrundinformationen zu Bordradaren
Das weltweit erste Kampfflugzeugradar war das Airborne Interception Mark Four (AI Mk.IV), das ab Anfang 1941 in großer Zahl an Bord der Bristol Beaufighter der Royal Air Force (RAF) zum Einsatz kam. Im Zuge der rasanten wissenschaftlichen Innovationen wurden Bordradare im Verlauf des Zweiten Weltkriegs von mehreren Kriegsteilnehmern eingeführt. So setzte beispielsweise die Luftwaffe ab 1942 das FuG-202 Lichtenstein-B/C-Radar ein. Radar war unerlässlich, um Kampfflugzeugen dabei zu helfen, Ziele bei Nacht und bei schlechtem Wetter zu erkennen und abzufangen.
Ebenso begannen Bomber, Bordradar zur Zielerfassung einzusetzen. Das Bomber Command der RAF setzte ab 1943 in seiner gesamten Bomberflotte das H2S Mk.I/II-Radar ein. Das H2S lieferte ein relativ klares Radarbild einer Stadt oder Ortschaft unterhalb des Flugzeugs. Dies half den Besatzungen, ihre Ziele zu erkennen. Für die Flugzeuge des RAF Coastal Command wurde eine als ASV Mk.III bekannte Version entwickelt, die halbgetauchte oder an der Oberfläche befindliche U-Boote aufspürte.






