Lieferanten: Systeme zur Bekämpfung von IEDs

Allen Vanguard

Elektronische Gegenmaßnahmen (ECM) und RF-Störtechnologie zum Schutz vor RCIED- und Drohnenbedrohungen

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Systeme zur Bekämpfung von IEDs

William Mackenzie

Aktualisiert:

Einführung in Systeme zur Bekämpfung von IEDs

[Bildunterschrift id=“attachment_94053″ align=“alignright“ width=“300″]Counter-IED von Allen Vanguard EQUINOX NG, ein fahrzeugmontiertes elektronisches Gegenmaßnahmen-System von Allen Vanguard[/caption]

Counter-IED-Systeme (C-IED) sind spezialisierte Technologien, die darauf ausgelegt sind, Bedrohungen zu erkennen, zu stören und zu neutralisieren, bevor diese die Missionsintegrität gefährden können. Durch die Kombination von elektronischer Kriegsführung, Robotik und fortschrittlicher Materialwissenschaft decken moderne C-IED-Fähigkeiten den gesamten Einsatzzyklus ab, einschließlich Aufklärung, Erkennung, Störung und Analyse nach der Explosion. Durch die Integration verteilter Sensornetzwerke und kognitiver elektronischer Gegenmaßnahmen (ECM) bieten diese Systeme den für Einsätze in umkämpften Umgebungen erforderlichen Schutz der Streitkräfte und die Gewährleistung der Mobilität.

Kernfähigkeiten zur IED-Bekämpfung

Erkennungs- und Identifizierungssysteme

Effektive C-IED-Einsätze beginnen mit der Fähigkeit, versteckte Bedrohungen aus sicherer Entfernung zu identifizieren. Moderne Erkennungssysteme nutzen einen mehrschichtigen Sensoransatz, um die Erkennungswahrscheinlichkeit zu maximieren und gleichzeitig die Fehlalarmquote zu minimieren.

  • Bodenradar (GPR): Dies ist nach wie vor das wichtigste Instrument zur Identifizierung vergrabener metallischer und nichtmetallischer Objekte. Moderne GPR-Systeme analysieren Reflexionen aus dem Untergrund, um Anomalien in der Bodendichte oder das Vorhandensein von Druckplatten und Gehäusematerialien zu erkennen.
  • Elektromagnetische Induktion (EMI) und Spurendetektion: Über die einfache Metalldetektion hinaus werden die branchenüblichen Verfahren der Ionenmobilitätsspektrometrie (IMS) und der Massenspektrometrie eingesetzt, um Sprengstoffrückstände auf molekularer Ebene zu identifizieren.
  • EO/IR- und hyperspektrale Bildgebung: Optische und thermische Sensoren ermöglichen die visuelle Fernerkennung von Bodenveränderungen oder thermischen Signaturen elektronischer Komponenten. Bei Integration in UAV- oder UGV-Nutzlasten erweitern diese Sensoren den Erfassungsbereich weit über die Sichtlinie des Bedieners hinaus.

Technologien zur Neutralisierung und Entsorgung

Sobald eine Bedrohung identifiziert wurde, muss die Neutralisierung mit minimalem Risiko für das Personal erfolgen. Der Schwerpunkt hat sich stark in Richtung ferngesteuerter Eingriffe verlagert.

  • C-IED von Forcys

    Equinox, ein ferngesteuertes Schleppfahrzeug für Minenabwehrmaßnahmen von Forcys

    Taktische EOD-Robotik: Moderne Roboter zur Kampfmittelbeseitigung (EOD) bieten hochauflösendes visuelles Feedback und geschickte Manipulation. Diese Plattformen werden für präzise Zerstörungsmaßnahmen eingesetzt, beispielsweise durch den Einsatz von Wasserstrahlzerstörern, um Zündkreise zu durchtrennen, ohne die Hauptladung zur Detonation zu bringen.

  • Nicht-kinetische Zerstörung: Bei ferngesteuerten IEDs (CWIEDs), die traditionell immun gegen HF-Störsignale sind, nutzen fortschrittliche C-IED-Geräte nun galvanische Detektions- und Hochspannungsentladungssysteme, um physische Zündleitungen zu neutralisieren.
  • Explosionsschutz: In Szenarien, in denen eine Neutralisierung vor Ort nicht möglich ist, bieten explosionssichere Schutzbehälter und spezielle EOD-Anzüge den technischen Spezialisten unverzichtbaren Schutz.

Anti-IED-Fahrzeuge

Die Plattform, auf der die C-IED-Ausrüstung transportiert wird, ist ebenso wichtig wie die Sensoren selbst. Die Fahrzeugkonstruktion hat sich in Richtung integrierter Überlebensausrüstungen verlagert. Anti-IED-Fahrzeuge, wie beispielsweise die MRAP-Klasse (Mine-Resistant Ambush Protected), sind mit V-förmigen Rümpfen konstruiert, um die Explosionsenergie vom Mannschaftsraum abzulenken. Moderne Überlebensfähigkeit umfasst heute jedoch auch:

  • Aktive Schutzsysteme (APS): Um der Bedrohung durch großformatige, in Fahrzeugen versteckte IEDs (VBIEDs) und Hochgeschwindigkeitsgeschosse entgegenzuwirken, können aktive Systeme Bedrohungen abfangen, bevor sie den Rumpf erreichen.
  • Integrierte Wegräumung: Spezielle IED-Erkennungsfahrzeuge kombinieren GPR, mastmontierte EO/IR-Sensoren und robotergesteuerte Manipulatorarme zu einer einzigen, einheitlichen Plattform für Wegräumungsoperationen.

Intelligente Lösungen zur Störung von RCIEDs

Funkgesteuerte IEDs (RCIEDs) stellen einen bedeutenden Teil der asymmetrischen Bedrohung dar. Störsender zur IED-Bekämpfung müssen heute in einer dichten elektromagnetischen Umgebung operieren und alles ins Visier nehmen, von einfachen VHF/UHF-Funkgeräten bis hin zu hochentwickelten GSM-, LTE- und Satellitenverbindungen.

Die moderne IED-Störtechnik hat sich von einfachen „Barrage“-Störmaßnahmen zu intelligenten RCIED-Störlösungen weiterentwickelt. Diese Systeme nutzen softwaredefinierte Architekturen, um Bedrohungen in Echtzeit zu identifizieren und zu priorisieren.

Intelligente Störung und kognitive ECM

Anstatt das gesamte Spektrum zu überfluten, nutzen kognitive Systeme Bedrohungsbibliotheken, um spezifische Kommunikationsprotokolle zu erkennen. Dieser „aktive“ Ansatz ist energieeffizienter und ermöglicht eine effektivere Unterdrückung neu auftretender Wellenformen.

Signalentflechtung und „Look-Through“-Fähigkeit

Eine entscheidende Herausforderung bei militärischen C-IED-Einsätzen ist die Aufrechterhaltung der eigenen Kommunikation bei gleichzeitiger Störung des Feindes. Fortschrittliche Bombenstörsender nutzen „Look-Through“-Technologie (präzise, im Mikrosekundenbereich liegende Zeitlücken im Störsignal), um eigene Signale durchzulassen, ohne die Schutzhülle zu beeinträchtigen.

Plattformintegration

IED-Störsenderfahrzeuge bieten 360°-Schutz für Konvois, während tragbare Rucksacksysteme abgesetzte Patrouillen und EOD-Teams schützen. Diese Systeme werden zunehmend nach dem Modular Open Systems Approach (MOSA) konzipiert, um sicherzustellen, dass die Hardware aktualisiert werden kann, sobald neue Bedrohungen auftreten.

Die Zukunft der Beseitigung improvisierter Sprengsätze (IEDD) wird durch die Integration von KI und die Reduzierung der Anforderungen an Größe, Gewicht und Leistung (SWaP) bestimmt.

  • KI-gestützte Bedrohungsvorhersage: Algorithmen für maschinelles Lernen werden darauf trainiert, die subtilen Anzeichen für die Platzierung von IEDs in Satelliten- und Drohnenbildern zu erkennen, was präventive Maßnahmen ermöglicht.
  • Vernetzte C-IED-Ökosysteme: Bei zukünftigen Einsätzen werden tragbare, fahrzeugmontierte und luftgestützte Sensoren Daten in Echtzeit austauschen. Dadurch entsteht ein „transparentes“ Schlachtfeld, auf dem die Erkennung durch eine einzelne Drohne automatisch die Störprofile eines gesamten Konvois aktualisieren kann.
  • Autonome Schwärme: Es werden UAV-Schwärme entwickelt, um eine kontinuierliche Überwachung aus der Luft und eine schnelle Reaktion zur IED-Erkennung entlang kritischer Versorgungswege zu ermöglichen.