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Lieferanten: Luftüberwachungsradar
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Militärisches Luftüberwachungsradar
Bodengebundene Luftüberwachungsradare für das Militär spielen eine Schlüsselrolle in der Luftverteidigung auf strategischer und operativer Ebene. Diese Radare erkennen und verfolgen Luftziele. So kann das Luftverteidigungspersonal feststellen, welche dieser Ziele freundlich, neutral oder feindlich sind.
Bodengebundene Luftüberwachungsradare tragen zum Schutz des nationalen Luftraums oder des Luftraums mehrerer Länder bei. Sie können auch Expeditionstruppen in einem Einsatzgebiet oder bestimmte Gebiete schützen, in denen Großveranstaltungen wie Sportveranstaltungen stattfinden. Kurz gesagt bietet ein bodengebundenes Luftüberwachungsradar eine umfassende Abdeckung des Luftraums über einem bestimmten Gebiet.
Integrierte Luftverteidigungssysteme
Militärische Überwachungsradare sind in der Regel in ein größeres integriertes Luftverteidigungssystem (IADS) eingebunden. Ein IADS ist ein vernetztes System von Luftverteidigungsmitteln, das ein definiertes Gebiet schützt. Dies kann einen Teil oder die Gesamtheit eines Einsatzgebiets, eines Landes oder einer Gruppe von Nationen umfassen. Das IADS umfasst kinetische Fähigkeiten wie Kampfflugzeuge, Boden-Luft-Raketen (SAMs) und Flugabwehrartillerie (AAA). Bodengebundene Luftüberwachungsradare arbeiten eng mit Feuerleitradaren/bodenkontrollierten Abfangradaren (FC/GCI) zusammen. Ihre Aufgabe besteht darin, die Abfangung eines Luftziels durch eine SAM, ein Kampfflugzeug oder die AAA zu unterstützen.
Bodengebundene Luftüberwachungsradare leiten ihr Radarbild an Einsatzzentralen weiter. In diesen Zentralen ermittelt das Luftverteidigungspersonal, welche dieser Ziele feindlich sind. Anhand der Daten dieser Radare beauftragen sie dann die kinetischen Elemente des IADS, die Ziele anzugreifen. Kommunikationsverbindungen wie herkömmliche Telekommunikation und Funk verbinden diese Komponenten, die möglicherweise durch große Entfernungen voneinander getrennt sind.
Abdeckung & Frühwarnung
Luftüberwachungsradare decken in der Regel ein großes Gebiet ab. So könnte beispielsweise ein Radar mit einer Reichweite von 216 Seemeilen (400 Kilometern) eine Fläche von 146.534 Quadratseemeilen (502.600 Quadratkilometer) überwachen. Je nach Größe eines Landes kann dies jedoch unzureichend sein, um dessen gesamten Luftraum zu überwachen. Daher sind unter Umständen mehrere Radare erforderlich, um eine angemessene Abdeckung zu gewährleisten. Ein IADS kann die von jedem dieser Radare gelieferten Bilder zu einem Recognised Air Picture (RAP) des von ihm kontrollierten Gebiets zusammenführen. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Radare nicht nur die Aufgabe haben, den Luftraum über einem bestimmten Gebiet zu überwachen. Sie müssen unter Umständen auch Anflugwege überwachen, die sich mehrere hundert Seemeilen darüber hinaus erstrecken. Dies ermöglicht eine Frühwarnung vor potenziellen Bedrohungen, die sich auf den geschützten Luftraum zubewegen.
Konstruktionsaspekte der Luftraumüberwachung
Die Konstruktion bodengestützter Luftüberwachungsradare unterscheidet sich je nach der Aufgabe, die das Radar erfüllt. Beispielsweise senden einige Radare in vergleichsweise niedrigen Frequenzen von drei Megahertz bis drei Gigahertz. Solche Radare können Ziele mit „Stealth“-Eigenschaften erkennen, die darauf ausgelegt sind, ihre Radarsichtbarkeit zu verringern. Allerdings können diese Radare physisch groß sein, da die langen Wellenlängen ihrer Signale große Antennen erfordern. Dies kann bedeuten, dass sie nur in einer festen Konfiguration eingesetzt werden können und daher weniger praktisch zu stationieren sind. Zwar können diese Radarsysteme Ziele mit einem geringen Radarquerschnitt (RCS) erkennen, doch ihre Wellenlängen können zu Einbußen bei der Zielgenauigkeit führen. So können sie beispielsweise nur den allgemeinen Bereich anzeigen, in dem sich ein solches Ziel befinden könnte. Daher sind sie möglicherweise nicht in der Lage, die erforderliche Präzision zu liefern, um den Einsatz von SAM- oder AAA-Systemen zu unterstützen.
Höhere Frequenzen von drei bis sechs Gigahertz werden auch von militärischen Luftraumradaren genutzt. Diese können vergleichsweise kleinere Antennen verwenden und sind daher leichter einsetzbar. Dennoch weisen sie bei Zielen mit niedrigem RCS möglicherweise eine geringere Leistungsfähigkeit auf. Allerdings können sie Ziele detaillierter erfassen und sind für die Steuerung von Abfangmanövern von größerem Nutzen.
Wie bei allen Aspekten der Radartechnik gibt es kein perfektes Design. Vielmehr hängt dies von den vorgesehenen Aufgaben des Radars und den spezifischen Anforderungen des Anwenders ab.





