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Waffenortungs- und Gegenbatterie-Radare

Sarah Simpson

Aktualisiert:

Waffenortungs- und Gegenbatterie-Radare (WL/CBRs) werden in erster Linie von Landstreitkräften eingesetzt, um ankommenden feindlichen Beschuss zu erkennen und den Aufschlagort vorherzusagen. Diese Radare erkennen typischerweise ankommenden Artillerie- und Mörserbeschuss. Sie können zudem ankommende Luft-Boden- und Boden-Boden-Raketen sowie Munition erkennen, ebenso wie niedrig fliegende unbemannte Luftfahrzeuge, Starrflügelflugzeuge und Hubschrauber.

Historische Entwicklung von WL/CBRs

WL/CBRs wurden ursprünglich von Artillerieverbänden eingesetzt. Artilleristen mussten ankommendes Feuer erkennen und wahrscheinliche Ziele vorhersagen. Dies trug nicht nur dazu bei, Truppen und Einheiten innerhalb der vorhergesagten Einschlagzone zu warnen, sondern diese Radarsysteme konnten anhand des Einschlagpunkts und der Flugbahn des Feuers auch die wahrscheinliche Position feindlicher Artilleriesysteme vorhersagen. Solche Informationen ermöglichen es, Gegenfeuer gegen diese Stellungen zu richten.

Gegenfeuerradare waren eine Weiterentwicklung der bodengebundenen Luftüberwachungsradare und der Feuerleitradare für Kampfflugzeuge, die während des Zweiten Weltkriegs entwickelt wurden. Der Legende nach konnten Funker, die während dieses Konflikts nahe der Front eingesetzt waren, mit ihren Geräten anfliegendes Mörserfeuer erkennen. Dies könnte auf Störungen der Funkübertragung durch die durch die Luft fliegenden Geschosse zurückzuführen gewesen sein. Der Radartechnologie der Kriegszeit fehlte jedoch die Genauigkeit, um Ziele mit so kleinen Radarsignaturen wie Artillerie- und Mörsergeschossen zu erkennen und zu verfolgen. Artilleriegeschosse haben typischerweise Radarrückstrahlflächen in der Größenordnung von 0,01 Quadratmetern.

Erkennung von ankommendem Artilleriefeuer

In den 1970er Jahren war die Radartechnologie so weit fortgeschritten, dass ankommendes Artilleriefeuer erkannt werden konnte. Das Aufkommen der Halbleiterelektronik ab den 1960er Jahren trug entscheidend dazu bei, die erforderliche Genauigkeit zu erreichen. Dies führte zur Entwicklung des bahnbrechenden Waffenortungsradars AN/TPQ-36 Firefinder, das 1982 bei der US-Armee in Dienst gestellt wurde. Es wurde seitdem weltweit in großem Umfang exportiert, mehrfach modernisiert und ist nach wie vor im Einsatz. Ähnliche Entwicklungen fanden in Europa statt, und WL/CBRs gehören weiterhin zur Standardausrüstung von Landstreitkräften auf der ganzen Welt.

Die wichtigste Anforderung an ein Waffenortungsradar ist eine ausreichende Genauigkeit, um nicht nur den Aufschlagpunkt, sondern auch den Abschussort vorhersagen zu können. Gleichzeitig müssen Radargeräte eine Größe und ein Gewicht aufweisen, die einen einfachen Einsatz ermöglichen. Diese Radarsysteme senden typischerweise im C-Band (5,25 Gigahertz/GHz bis 5,925 GHz), im S-Band (2,3 GHz bis 2,5 GHz bzw. 2,7 GHz bis 3,7 GHz) und im X-Band (8,5 GHz bis 10,68 GHz). Dies bedeutet, dass Antennen und Radarsubsysteme entsprechend dimensioniert werden können.

Entwicklung der WL/CBR-Technologie

Der globale Krieg gegen den Terror, der im Zuge der Anschläge der Al-Qaida-Rebellen auf die Vereinigten Staaten am 11. September 2001 begann, führte zu einer Weiterentwicklung der Technologien zur Waffenortung und zur Gegenbatteriefeuer-Abwehr. Diese Radarsysteme wurden zunehmend unabhängig von Artillerieeinheiten eingesetzt. Sie dienten der Warnung vor ankommendem Beschuss für ortsfeste Einrichtungen wie Luftwaffenstützpunkte, Hauptquartiere und Logistikdepots im afghanischen und irakischen Einsatzgebiet.

Langfristig werden sich die Genauigkeit und die Leistung von WL/CBRs verbessern. Die Sendefrequenzen werden in Richtung Ku-Band (13,4 GHz bis 14 GHz/15,7 GHz bis 17,7 GHz) und darüber hinaus verlagert. Dies erfordert Verbesserungen bei den Sendeleistungen, um sicherzustellen, dass Gegenbatterie-Radare, die diese Frequenzen nutzen, ähnliche oder bessere Erfassungsreichweiten als heutige Systeme erreichen.

Kognitives Radar

Der zunehmende Einsatz kognitiver Radartechniken wird die Leistung noch weiter verbessern. Kognitive Techniken nutzen Software für künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML). KI- und ML-Software überwacht kontinuierlich die Leistung des Radars und lernt aus den Einsätzen und Umgebungen, in denen es eingesetzt wird. Ein Radar wird seine Fähigkeit, das Verhalten verschiedener Munitionstypen genau zu erkennen, kontinuierlich verbessern. Infolgedessen werden die Genauigkeit der Einschlagortbestimmung und die Bestimmung des Abschussortes kontinuierlich verbessert.