Wenn Sie entwerfen, bauen oder liefern Telemetriesysteme/-ausrüstung, Erstellen Sie ein Profil, um Ihre Kompetenzen zu präsentieren und mit Besuchern in Kontakt zu treten, die einen konkreten Bedarf an Ihren Lösungen haben.
Lieferanten: Telemetriesysteme/-ausrüstung
GPS-GNSS-Geräte zur Störungsunterdrückung, taktische Datenverbindungen, Telemetriesysteme, Ausrüstung für die elektronische Kriegsführung und Flugabbruchsysteme
Zuverlässige, robuste und sichere Satellitenkommunikation und garantierte PNT-Lösungen für missionskritische Anwendungen
Marine- und bodengestützte Ortungsbaken: Verfolgen, überwachen und schützen Sie wichtige Marine- und Verteidigungsgüter
Telemetriesysteme/-ausrüstung
Telemetriesysteme & -ausrüstung
Telemetrie ist ein Oberbegriff für den Prozess, bei dem spezifische technische Informationen von einem Ort erfasst und an einen anderen übertragen werden. Der Prozess ist für militärische Plattformen wie Schiffe, Fahrzeuge, Flugzeuge und Waffen von Bedeutung.
Sensoren können an diesen Stellen angebracht werden, um spezifische Informationen darüber zu liefern, was an einem bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt geschieht. Beispielsweise kann ein gepanzertes Fahrzeug über Temperatursensoren in seinem Motor sowie in seinen mechanischen und elektrischen Systemen verfügen. Diese übermitteln Temperaturdaten an den Zentralcomputer des Fahrzeugs, der diese Temperaturen kontinuierlich überwacht. Solange die Temperaturen innerhalb der zulässigen Grenzwerte für einen sicheren, effizienten und zuverlässigen Betrieb liegen, gibt der Computer keine Meldung aus. Steigen oder fallen die Temperaturen jedoch über diese Grenzwerte hinaus, werden der Fahrer und die Insassen des Fahrzeugs möglicherweise darauf hingewiesen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Der Computer kann ihnen mitteilen, welches System defekt ist und wie das Problem behoben werden kann. Ebenso können Sensoren an der Bewaffnung des Fahrzeugs erfassen, wie viele Schuss die Hauptkanone bereits abgefeuert hat. Der Fahrzeugcomputer kann diese Informationen speichern und die Besatzung daran erinnern, dass eine bestimmte Anzahl an Schuss nachgefüllt werden muss.
Telemetrische Informationen werden zunehmend an externe Standorte übertragen. Um unser obiges Beispiel aufzugreifen: Der Computer kann Daten zu den Temperaturen der Fahrzeugsysteme automatisch an die Wartungstechniker senden. Ebenso können Informationen über abgefeuerte Schuss an die Logistiker in der Basis weitergeleitet werden. Wartungstechniker können in Echtzeit darauf aufmerksam gemacht werden, sollten Temperaturmesswerte darauf hindeuten, dass bestimmte Systeme nicht ordnungsgemäß funktionieren. Sie können Ersatzteile bereitstellen und Vorbereitungen treffen, um nach der Mission Reparaturen durchzuführen. Die Erfassung telemetrischer Daten verbessert die Effizienz der militärischen Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) erheblich. Logistiker können Informationen darüber erhalten, wie viele Schuss das Fahrzeug während seiner Mission verbraucht hat, und Ersatzmunition bereithalten, sobald das Fahrzeug zur Basis zurückkehrt.
Hintergrund
Telemetrie ist keine neue Wissenschaft. Während der industriellen Revolution entwickelten Ingenieure Methoden zur Fernüberwachung der Leistung von Dampfmaschinen. Dies geschah durch die mechanische Verbindung der Motoren mit Dampfdruckmessern und anderen Kontrollelementen, die aus der Ferne abgelesen werden konnten. Das Aufkommen des Telegrafen ab den 1840er Jahren schuf einen zusätzlichen Kanal, über den Maschinen aus der Ferne überwacht werden konnten. Es war jedoch die Verbreitung des Funkes zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die die Telemetrie revolutionierte. Da Funk drahtlos ist, muss alles, was einen Sender trägt, nicht physisch mit dem Zielort der Funksignale verbunden sein.
Mit dem Beginn des Weltraumzeitalters in den 1950er Jahren schritt die Telemetrie weiter voran. Es war unerlässlich, dass Ingenieure und Wissenschaftler auf der Erde die Leistung von Raumfahrzeugen während ihres Fluges kontinuierlich überwachen konnten. An Bord wurden Sensoren angebracht, die den Strapazen der Raumfahrt standhielten. Diese Sensoren sammelten eine Vielzahl von Daten zu allen Aspekten der Leistung des Raumfahrzeugs und übertrugen die Informationen per Funk zurück zur Erde. Die Telemetrie erwies sich als unschätzbar wertvoll, als die Menschen Anfang der 1960er Jahre mit regelmäßigen Raumflügen begannen. Daten zum Gesundheitszustand der Astronauten konnten kontinuierlich erfasst und zur Erde gesendet werden, sodass ihre körperliche Verfassung überwacht werden konnte.
Heute wird die Telemetrie routinemäßig von Fluggesellschaften eingesetzt, um die Leistung ihrer Flugzeuge zu überwachen. Formel-1-Rennwagen erfassen kontinuierlich Telemetriedaten und geben diese an die Boxencrews weiter. Sie wird sogar zur Überwachung von Wildtieren genutzt. Tiere werden mit Telemetriesendern ausgestattet, um Informationen über ihre Aktivitäten, Bewegungen und ihre Umgebung zu übermitteln.
Internet der militärischen Dinge
Der Einsatz von Telemetrie im militärischen Bereich wird in Zukunft zunehmen. Das sogenannte „Internet der militärischen Dinge“ wird eine beispiellose Vernetzung von Plattformen, Sensoren, Waffen und Personal mit sich bringen. Diese werden kontinuierlich Daten zu Missionen und Zuständen austauschen. Zu den Kommunikationskanälen für diese daraus resultierende Informationsflut werden auch die aufkommenden Mobilfunknetze der fünften Generation gehören. Alles, vom Herzschlag eines Soldaten bis hin zum sekundengenauen Ölverbrauch einer Fregatte, wird erfasst und ausgetauscht. Künstliche Intelligenz wird dabei helfen, diese Daten zu sortieren, zu verwalten und zu priorisieren. Diese Informationen werden genutzt, um die Effizienz zu steigern und die Kosten für militärische Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) sowie die Logistik zu senken, während gleichzeitig das Situationsbewusstsein in Friedens- und Kriegszeiten verbessert wird.





